Weichholzaue

Im direkten Einflussbereich von Fliessgewässern, wo es häufiger Überflutungen gibt (zwischen 100 bis 200 Tage pro Jahr), existiert die Weichholzaue.

Es sind lichtliebende und schnellwüchsige Pflanzenarten, aus denen die Weichholzaue besteht. In der Krautschicht wachsen zahlreiche Schilf-, Röhricht-, Binsen- und Seggenarten: Sie sind Zeichen dafür, dass die Böden eher frisch und feucht-nass sind.

Das unregelmässige, weisslich-silbrige Kronendach der Silberweiden mit ihrem feinen Astwerk gibt der Weichholzaue ein urtümliches Aussehen.

Die Weichholzaue liegt über dem Mittelwasserstand, wird aber bei jedem Hochwasser überflutet. Man findet deshalb häufig abgebrochene Äste, schiefe Stämme, frisch auf-geschüttete Kiesbänke und Treibgut als Überbleibsel einer solchen Überflutung.

Es handelt sich um eine sehr dynamische Vegetationseinheit. Die Krautschicht wird oft über- schwemmt und kann sogar weggerissen werden. Die Weichholzaue kann bis zu maximal 5 Monaten pro Jahr überflutet sein. Der Boden ist während einer langen Zeit jährlich wassergesättigt und es herrschen sauerstoffarme Verhältnisse vor, die keine biologische Aktivität mehr zulassen. Durch die periodischen Überschwemmungen wird der Boden reichlich mit Nährstoffen versorgt und ist deshalb sehr fruchtbar.