Was sind Auen?

Auen sind dynamische Lebensräume, die natürlicherweise einem ständigen Wandel unterworfen sind. Feuchte Bereiche wie Altarme oder Tümpel wechseln mit trockeneren Biotopen wie der Hartholzaue ab. Hochwasser verändern die Auen und "verlegen" z.B. Tümpel, Kies- oder Sandinseln im Flussbett an andere Orte in der Aue.

  

Auen-Zonen

Auen findet man im Überschwemmungsgebiet von Flüssen und Bächen. Nur Bereiche welche bei Hochwasser überschwemmt werden, rechnen wir somit zur Aue. Die vielfältigen Lebensräume der intakten Auen werden somit alle in irgendeiner Form durch das Wasser beeinflusst.

Tiere und Pflanzen, die in der Aue leben, müssen daher fähig sein, eine zeitweilige Überflutung ohne Schaden zu überstehen oder sich danach rasch erholen zu können. Sie müssen auch Trockenperioden von unterschiedlicher Dauer aushalten können. Es ist ein sich ständig verändernder Lebensraum.

Bei diesen harten Lebensbedingungen ist es auf den ersten Blick erstaunlich, dass Flussauen eine so hohe Artenvielfalt (Diversität) aufweisen. Rund 40 Prozent aller in der Schweiz heimischen Pflanzenarten und 80 Prozent der über 3000 Tierarten finden hier ein Zuhause. Auf den zweiten Blick wird klar, dass eine Auenlandschaft mit ihren vielen, sehr unterschiedlichen Kleinstandorten, unzählige Nischen für eine reiche Tier- und Pflanzenwelt bietet.

Je höher eine Pflanzengesellschaft über dem mittleren Flusswasserstand liegt, desto kleiner ist die Wahrscheinlichkeit überflutet zu werden. Daher bilden sich in Abhängig-keit zum Gewässer folgende typische Lebensräume aus:

Flussbett, Kies- und Sandbänke, Weichholzauen, Hartholzaue, Altarm, Tümpel und Giessen